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Spartipp aus dem "Rüebliland"

Mit der Antwort auf die Interpellation von Kantonsrätin Nicole Müller-Boder (siehe Beitrag von gestern) liefert der Aargauer Regierungsrat - freiwillig oder auch nicht - eine prima Vorlage dazu, wie Herr und Frau Schweizer bereits in diesem Jahr Steuern sparen können.

 

Wer nämlich seine Franchise aufgrund guter Gesundheit oder einem erhöhten Verantwortungsbewusstsein heraufsetzt, bezahlt wesentlich tiefere Prämien. Bei einer Maximalfranchise von 2'500 Franken beträgt die monatliche Prämie je nach Wohnort (in unserem Beispiel St.Gallen) bei der günstigsten Kasse 3'120 Franken, welche er vom steuerbaren Einkommen abziehen darf.. Gleichzeitig bezahlt ein Versicherungsnehmer, welcher sich mit der Mindestfranchise versichern lässt,  jährlich 4'572 Franken, wovon er Stand heute nur die Maximalpauschale von 3'500 Franken abziehen darf. Er muss also über 1'000 Franken zusätzlich versteuern, obwohl er sie in die obligatorische Grundversicherung einzahlen muss

 

Ein kluger Mann hat einmal gesagt: «70% Wahrheit genügt - die restlichen 30% sind dumm-ehrlich!» Wenn man die Ausführungen des Aargauer Regierungsrats genauer betrachtet, passt diese Binsenwahrheit in diesem Fall wie die berühmte Faust auf's Auge: Wenn wir nämlich heute einen Pauschalbetrag von maximal 3'500 Franken für Versicherungsprämien abziehen dürfen und der Staat aus administrativen Gründen davon absieht, einen Beleg einzufordern, ist es als legitim zu erachten, den Maximalbetrag von 3'500 Franken in jedem Fall zum Abzug zu bringen. In unserem Beispiel sind das immerhin 380 Franken, welche wir weniger versteuern müssen. Und je nach Wohngemeinde kann es sogar noch wesentlich mehr sein.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Regierungsrat des Kantons Aargau.

 

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