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GESUCHT: Wege aus der Sackgasse!

Die Chefin der CSS schlägt vor, die Wahlfranchisen auf 10'000.00 Franken (!) zu erhöhen und so die Selbstverantwortung zu fördern. Dass jene, welche ihre Franchisen tatsächlich auf dieses Maximum setzen, dann praktisch keine Prämien mehr bezahlen, entbehrt dem oft zitierten Solidaritätsgedanken, welcher die Mutter des heute angewendeten Systems ist. Aber trotz dieser «gelebten» Solidarität scheint das System für viele nicht mehr zu funktionieren: Sie können die jährlich steigenden Prämien nicht mehr bezahlen.

 

Etwas näher an der Realität scheint sich die CVP mit ihrer geplanten Volksinitiative «Für tiefere Prämien - Kostenbremse im Gesundheitssystem» zu bewegen: Dort hat man zumindest erkannt, dass die Prämien einen direkten Zusammenhang mit der Wirtschaftskraft des Versicherten haben sollte. Doch auch hier stellen wir fest: Ein gut gemeinter Ansatz, welcher dem Mittelstand aber kurz- und mittelfristig nicht hilft, denn

  1. ist die Schmerzgrenze längst erreicht und immer mehr Versicherte können die Pämienlast nicht mehr bewältigen und
  2. beansprucht die Lancierung der Initiative bis hin zur Volksabstimmung und anschliessender Umsetzung viel Zeit. Zeit, in der die Prämien weiter steigen werden und immer mehr Menschen in den finanziellen Ruin treiben.

 

Heute schlägt Santésuisse- Präsident Heinz Brand (SVP) vor, dass die Krankenversicherung nur noch für wirklich teure Versicherungen zuständig ist. Für normale Arztbesuche und herkömmliche Medikamente würden die Leute selbst aufkommen, so Brand zur Tageszeitung BLICK. Konkreter geht Brand nicht auf die Frage ein, welche Leistungen denn noch übernommen würden und wie stark die Prämien aufgrund dieser radikalen Richtungsänderung sinken würden. In einem Punkt geben wir Heinz Brand Recht: Alles, was bisher vorgeschlagen wurde und insbesondere von der Pharma-Lobby bekämpft wird, hat einen unglaublich langen Bremsweg, also Zeit, welche wir schlicht nicht mehr haben.

 

Abschliessend stellt sich die Frage, ob damit die Grenzen der Kreativität erreicht sind oder ob es noch andere, vielleicht sogar wirkungsvollere und doch soziale Lösungen gäbe? Brennpunkt Schweiz selbst hat eine Idee, wie das ganze System wieder ins Gleichgewicht gelangen könnte. Aber bevor wir diese publik machen, möchten wir gerne von Ihnen wissen:

 

Wie würden Sie das kranke Gesundheitswesen sanieren?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung hier, auf Facebook oder senden Sie uns eine Email mit dem Vermerk «Gesundheitswesen Schweiz».  Vielen Dank.

 

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