VISANA: Bis zu CHF 1'500 Provision (!!!) pro Versicherungsabschluss

Der SRF Kassensturz vom 19. September 2017 berichtet darüber, dass die Krankenversicherung VISANA externen Versicherungsmaklern pro Abschluss einer obligatorischen Krankengrundversicherung bis zu CHF 1'500 bezahlt. Diese Provisionen kommen bei Höchstfranchisen und bei Erreichen einer gewissen Anzahl Abschlüsse zustande. VISANA- Verwaltungsratspräsident und BDP- Nationalrat Lorenz Hess meint dazu, dass es sich hierbei um «marktübliche» Ansätze handelt und die Makleragenturen in sich Unternehmen mit einem Gewinnstreben seien. Deshalb sei es auch als normal anzusehen, dass die sogenannten Versicherungsberater bei ihren Beratungen auf diejenigen Versicherungsmodellen mit den für sie höchsten Erträgen zielen.

 

Kurz nachgerechnet: Der in Zürich wohnhafte Max Muster hat für das Jahr 2017 bei der Visana eine Krankengrundversicherung mit der Maximalfranchise von CHF 2'500 abgeschlossen. Dafür bezahlt er monatlich CHF 405.50 oder CHF 4'866 im Jahr. Von diesem Betrag fallen nun noch die Provisionen für den Versicherungsmakler, also maximal CHF 1'500 oder 31% seiner Versicherungsprämie weg. Nach Abzug dieser horrenden Prämien schlagen auch noch die Verwaltungskosten der Krankenversicherung Visana zu Buche. Unter dem Strich müssen wir also festhalten, dass von jeder Monatsprämie, welche Herr Muster in seine obligatorische Krankenversicherung einzahlt, gerade mal CHF 260 für die effektiven Gesundheitkosten verwendet werden. Der Rest geht für das lukrative Geschäft nach "guten Risiken" drauf.

 

Das ist eine absolute Frechheit und ein klassischer Betrug am Volk. Wie lange lassen wir uns das noch gefallen? Brennpunkt Schweiz fordert drastische Reformen im Gesundheitswesen und eine Abkehr von jeglicher  Bereicherung über Pflichtbeiträge des Steuerzahlers. Wir verlangen hier klare Zeichen und Massnahmen, um solche Machenschaften zeitnah zu unterbinden!

Hast du schon abgestimmt?