NEIN zum Energiegesetz

Am 21. Mai 2017 ist die Schweizer Stimmvolk aufgerufen, über die Einführung eines neuen Energiegesetzes zu befinden. Die Aussagen von Befürwortern und Gegnern könnten kontroverser nicht sein, weshalb zumindest die Gegner der Vorlage ihre Kampagne für ein NEIN gestartet haben. Die Befürworter stehen mit einem Bugdet von CHF 2,5 Millionen in den Startlöchern, was offen legt, worum es bei dieser Abstimmung geht.

 

Wer heute noch glaubt, dass irgend jemand das Wohl der Allgemeinheit oder unserer Erde vertritt, darf getrost als hoffnungsloser Tagträumer betitelt werden, denn: Wer soviel Geld in eine Abstimmungskampagne steckt, dem geht es um höhere Ziele, nämlich die Option, neue Absatzmärkte und damit verbunden mehr Gewinn zu erwirtschaften. Und wer glaubt, dass mit Bundesrätin Leuthard jemand mit Sachverstand diese Energiestrategie 2050 ausgearbeitet hat, sollte sich eventuell einmal etwas genauer mit unserer amtierenden Bundespräsidentin auseinander setzen. 

 

Rechtsanwältin kreiert neues Energiegesetz

Federführend für das neue Energiegesetz ist die amtierende Bundespräsidentin Doris Leuthard, welche im Jahr 1991 das Rechtsanwaltspatent erwarb und zwei Jahre später als Schulrätin des Bezirks Muri (AG) ihre ersten Schritte auf dem politischen Parkett wagte. Während ihrer Amtszeit im Nationalrat gehörte sie der Kommission für Wirtschaft und Abgaben an. Weitere Qualifikationen für die Ausarbeitung eines neuen Energiegesetzes sucht man in ihrer curriculum vitae leider vergebens. Trotzdem gibt sich die Magistratin selbstsicher, wenn sie Langzeitberechnungen, welche ALLE Faktoren dieses neuen Energiegesetzes berücksichtigen, als «hanebüchen» in den Wind schlägt. Schliesslich glaubt sie sich in der Position der Stärke und baut auf das blinde Vertrauen der Bevölkerung, wenn sie lediglich das erste Kapitel dieses Milliardenbeschisses thematisiert: «Die Energiestrategie erhöht den Netzzuschlag von 1.5 auf 2.3 Rp/KWh. Eine durchschnittliche Familie bezahlt jährlich 40 Franken mehr als heute.»

 

Lohnenswerter Lobbyismus

Mit dieser Behauptung ist aber wie gesagt nur die Spitze des Eisberges aufgedeckt - darunter entstehen gigantische Mehrkosten von bis zu CHF 200'000'000'000 (200 Mia.). welche sich auf die Schweizer Haushalte verteilen würden. Bei einer Durchschnittsfamilie mit 4 Personen resultieren daraus die genannten CHF 3'200 Mehrkosten pro Haushalt und Jahr. Und diese realen Kosten fördern auch zu Tage, um was es den Befürwortern tatsächlich geht: Diese Mehrkosten, welche einmal mehr der Bürger bezahlen muss, generieren ein riesiges Umsatzvollumen: Mehr Wachstum, mehr Absatz und mehr Gewinn. Kein Wunder, legen sich die Befürworter derart ins Zeug, um den ahnungslosen und teilweise ungebildeten Wähler hinters Licht zu führen. 

 

NEIN mit vernünftiger Alternative

Unter diesen Gesichtspunkten kann es für «Otto Normalverbraucher» nur eine Wahl geben: Dieses intransparente Gesetz muss mit aller Entschiedenenheit abgelehnt und stattdessen die bestehende Versorgung und die bestehenden Alternativen effizient genutzt werden. Auch wenn oder gerade weil diese Alterativen nicht den Stromproduktionsunternehmen, sondern Ihnen und mir einen Mehrwert bringen, ohne uns finanziell auszubeuten. Welche Alternativen dies sein können und müssen, erläutert der «Schweizerische Verband für eine vernünftige Energiepolitik und Raumplanung» auf seiner Website unter "DIE ALTERNATIVEN".


Autor: Markus Holzer

publiziert am 14.04.2017